Schluchten, Burgen und Terassenfelder

Inner-Oman: Al Dakhiliyah

Terassenfelder in Steilhängen, grandiose Canyons und Schluchten, idyllische Bergdörfer, imposante Festungen und Paläste – die Dakhiliyah war über Jahrhunderte hinweg das kulturelle Herz Omans. Hier waren die Menschen sicher vor Angriffen, die Flanken des 3.000 Meter hohen Hajargebirges bildete eine unüberwindbare natürliche Trutzburg. Wer sie heute erstürmen will folgt den gut markierten Trekkingpfaden zu atemberaubenden Aussichtspunkten in schwindelerregende Höhe – eine Mühe, die sich lohnt!

Ein dichtes Netz von Wasserkanälen durchzieht die unwegsame Bergwelt, lässt aus dem Nichts unvermutet kleine grüne Paradiese entstehen.

Nizwa war und ist geistiges Zentrum der Ibadiyah, der toleranten omanischen islamischen Rechtsschule, aber auch des Silberschmiedehandwerks. Vom 23 Meter hohen monumentalen Rundturms der Festung schweift der Blick über endlose Palmenhaine und den großen Marktbereich der Stadt. Jeden Freitag Vormittag wird hier lautstark um Ziegen und Kühe gefeilscht.

Nizwa und auch Bahla waren bei Zeiten Hauptstädte. Entsprechend imposant ist ihre Architektur. Die riesigen Lehmvorkommen bei Bahla ermöglichten es, die ganze Oase mit einer 12 Kilometer langen Mauer zu umfassen.

Wie ein Gebirge aus Lehm erhebt sich die Festung Hisn Tamah aus dem grünen Meer der Dattelpalmen. Sie wird derzeit behutsam in alter Lehmbautradition unter der Aufsicht der UNESCO saniert, die das Bauwerk in der Liste des Weltkuturerbes aufnahm.

In der Festung von Jabrin trafen sich im 17. Jahrhundert die Philosophen, Literaten, Künstler und Musiker. Die kunstvoll gestalteten Räume und bemalten Holzdecken machen diesen Kulturpalast zum wichtigsten Baudenkmal des Landes.